Mit dieser Bezeichnung wurden wir am letzten Tag einer dreitägigen Radreise von einem Jugendlichen an einem Bahnübergang begrüßt. Hatte er tatsächlich Recht und woher wusste er, was wir auf den insgesamt 200 Kilometern erlebt hatten?
Aber nun der Reihe nach: natürlich haben alle 14 Mitfahrenden (sieben Frauen und sieben Männer) bereits das Rentenalter erreicht, aber sportlich haben sich alle der vor ihnen liegenden Herausforderung gestellt. Diese fing am 29.9. wettertechnisch recht feucht an, was zu einem späteren Start und zu einer Verkürzung der ersten Etappe führte. Im Gegensatz zur Mainreise im Juni und zur wirklichen Tour de France hatten wir aber unser Gepäck am Fahrrad. Unter diesen erschwerten Bedingungen ging es drei Tage lang von Haan nach Wegberg, von hier über Brüggen nach Kempen und am letzten Tag wieder zurück nach Haan.
Am ersten Tag trotzten wir anfangs nicht nur der Feuchtigkeit von oben sondern auch später einem kurzfristigen Hagel-/Gewitterschauer am Straßenrand. Auch wenn wir uns besseres Wetter gewünscht hatten, war die Stimmung am ersten Abend sehr gut. Denn einerseits führte die Strecke zum Teil an Erft und Niers mit der wunderschönen Schlossanlage von Wickrath entlang und andererseits deuteten die Wetterdaten in den nächsten zwei Tagen auf sehr freundliche Bedingungen hin. So starteten wir am zweiten Tag froh gelaunt und waren schon nach wenigen Metern in der Natur. Bis zu unserer Pause in Brüggen fuhren wir durch den Birgeler Urwald mit der Dalheimer Mühle, durch den Nationalpark „De Meinweg“ und ein größeres Stück an der Schwalm entlang. Der Ort Brüggen mit seiner Burg und Mühle lud förmlich zu einem längeren Stopp ein. Nach der Stärkung ging es zunächst in Richtung Brachter Wald, bevor wir die nördliche Route verliessen und an mehreren Nette-Seen vorbei bei Nettetal auf eine ehemalige Bahntrasse stiessen. Dieser folgend erreichten wir zur Kaffeezeit das Zentrum von Kempen. Den phantastischen zweiten Tag krönten wir mit einem vorzüglichen Abendessen im „Kempschen Huus“.
Der letzte Tag stand dann im Zeichen von viel Sonne, ein wenig Wald bei Krefeld und vielen landwirtschaftlichen Wegen, wo wir die zahlreichen noch zu erntenden Kohlsorten rechts und links auf den Feldern sahen. Bevor wir alle wohlbehalten und ohne jegliche Panne wieder in unserer Region ankamen, besuchten wir noch ein Brauhaus in Düsseldorf-Niederkassel. Fazit: auch eine „Tour de France“ im Seniorenalter bietet mehr Reiz als man denkt.

Brauhaus Joh. Albrecht

Erste Regenpause nach 8 km

Dyck

 

Schloss Wickrath

Schloss Wickrath

Tüschenbroich

Tüschenbroich

Brüggen

gemeinsam geht’s

Kempen

Kempen

Kempen

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